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Kirche St. Maria Himmelfahrt und St. Nikolaus in Bolesławiec (ehem. Bunzlau)

 

1261 – Weihe der Kirche.

1290 – 1298 – Gründlicher Umbau.

1429 – Die Kirche wurde von Hussiten verbrannt.

1442 und 1482–1492 – Beginn der Wiederaufbau, Bau der heutigen Kirche.

1524–1640 – Gehört der evangelischen Gemeinde.

1655–1692 – Wiederaufbau und Barockisierung des Innenraumes nach dem Brand 1648. In der letzten Phase führte die Arbeiten Gulio Simonetti.

1853 – Modernisierung der Kirche.

 

Die gotische Kirche im Typus einer Pseudobasilika – die Seitenschiffe sind niedriger aber das Hauptschiff hat keine Fenster. Der prachtvolle Chor wurde als dreischiffig geplant, realisiert wurde jedoch nur der Haupt- und Süd-Seitenschiff, vom Norden ist eine ältere Kapelle (jetzt Sakristei) geblieben worden.

Die Hauptfassade hat einen Eckturm über den Nordschiff mit dem oktogonalen Aufsatz und wurde mit seltenen Helm in frühneugotischer Form bekrönt. Der Hauptfassadegiebel bekam eine interessante Dekoration – in der Mitte ein Gitter aus Ziegel, an den Seiten Fialen mit dem Giebel durch kleinen Arkaden verbunden. Beide Spitzbogenportale im Westen und im Norden behielten an der Seiten Nischen und Konsolen für Figuren. Davor vorgelagerte Treppen mit barocken Figuren von Georg Leonhard Weber. Es sind: Muttergottes, Hl. Sebastian, Hl. Johannes von Nepomuk, Hl. Rochus, Hl. Josef und Hl. Hedwig – vor dem Westportal sowie eine Gruppe des Johannes von Nepomuk vor dem Südportal (bis 1860 standen auf dem oberen und unteren Stadttor).

Der Innenraum des Langhauses und des Chores hat eine barocke Einrichtung. Die Rundbogenarkaden stützende Pfeiler wurden mit Pilastern umfasst. Das Langhaus wurde im 17. Jh. mit Stichkappetonne auf Gurten gewölbt, Kreuzrippengewölben im Chor stammen aus dem Anfang des 16. Jh.. Schönen spätgotischen Gewölben erhalten in der Süd-West Kapelle – mit acht Rippenradien und dem Datum 1517 im Schlussstein sowie ein Sterngewölbe unter der Orgelempore von 1522. In der benachbarten Barbarakapelle vom 1520 findet man die Anzeichen des neuen Stils – ein Renaissance-Fensterfries.

Die Ausstattung der Kirche stammt hauptsächlich aus der Barockzeit. Der Hauptaltar schuf 1723-1725 Georg Leonhard Weber. Das Retabel wurde mit zahlreichen Figuren ausgestattet, in der Mitte bildhauerische Szene Himmelfahrt Mariä und Gruppe der Hl. Dreifaltigkeit in einer Glorie. Im Chor befindet sich Nebenaltar der Unbefleckten Empfängnis Mariä, um 1722 mit dem Gemälde von Jeremias Josef Knechtel.

Seitenaltäre im Mittelschiff sind gewidmet: dem Herz Jesu (1720), dem Hl. Johannes von Nepomuk (1726) – jetzt mit der Muttergottesfigur (die Figur des Heiligen in der Alexius-Kapelle), dem Hl. Josef (1726) und der Hl. Anna. Im Abschluss des Süd-Seitenschiffs befindet sich ein barocker Altar mit Kruzifix aus der ehemaligen Dominikanerkirche. Kanzel mit Evangelistenbüsten auf der Brüstung errichtet um 1722. Prachtvolle Form bekam der Baldachin – durchgebrochen, mit Akanthusranken und Engeln, bekrönt mit einem Posaunenengel.

Über dem Triumphbogen befindet sich Verkündigungsszene aus Stuck und über den Pfeilern – Apostelfiguren, wahrscheinlich aus der Werkstatt von Gulio Simonetti. 

Im Chor und im Süd-Seitenschiff sind Teile des Gestühls von 1661 erhalten  sowie eine Bank mit dem Stadtwappen aus dem 18. Jh. Von den barocken Gemälden zu erwähnen sind: Christus auf dem Kreuz von Georg Wilhelm Neunhertz, 1736, an der nördlichen Chorwand sowie Gemälde über den Portalen in Seitenschiffen: „Verkündigung“ und „Kreuzigung“.

Die südlichen Seitenkapellen wurden am Anfang des 16. Jh. erbaut, aber die meiste Ausstattung kommt erst aus der Barockzeit. Erste vom Osten ist St. Alexius-Kapelle mit dem Altar des Patrons von 1710.

In den Kapellen Hl. Kreuz und St. Katarina sind Wandgemälden zu betrachten. In der ersten eine illusionistische Darstellung des Altars mit Hl. Dreifaltigkeit in der Bekrönung, gemalt 1736 wahrscheinlich von Georg Wilhelm Neunhertz. Es ist ein Hintergrund für die Figurengruppe der Kreuzigung aus dem 17. Jh. In der Kapelle Hl. Katharina Reste eines barocken Wandbildes der Heiliger Nothelfer.

In der Kapelle St. Barbara befindet sich ein frühbarocker Altar der Heiligen von 1662, mit reicher Ohrmuschel- und Knorpelornament sowie einem Gemälde aus dem 19. Jh. Daneben Taufstein 1718 von L. Grohmann geschaffen mit dem Gemälde „Taufe Christi“ von 1730 im Hintergrund.

Auf den Fassaden zahlreiche Epitaphien, hauptsächlich aus 2. Hälfte des 16. Jh. und 1. Hälfte des17. Jh. Bemerkenswert sind zwei in der Süd-Vorhalle: des Dichter und Philosophen Kasper Kirchner (gest. 1592) mit schöner, manieristischer Dekoration sowie Renaissance-Epitaph eines Kindes, Sebastian von Bibran mit dem Flachrelief „Jesus empfängt die Kinder“.


 

Diecezja Legnicka

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